Borkum

DsN e .V. bendet sein Engagement auf Borkum

 

Vor ca. 1,5 Jahren mussten wir lesen, dass auf Borkum wilde Dünenkatzen von der Jägerschaft dezimiert werden sollten, da sie eine Bedrohung für die örtliche Vogelwelt darstellen würden.
Zusammen mit der Stadt Borkum, dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, dem Tierschutzverein Borkum e. V. und dem BEF e. V. wurde im März 2014 das Zweckbündnis "Natur & Mensch Borkum" gegründet, um gemeinsam möglichst viele Katzen einzufangen, zu kastrieren und zu vermitteln. Daraus entstand zusätzlich noch die Idee, den Bewohnern von Borkum die Kastrationen ihrer Hauskatzen zu bezuschussen, um weitere wilde Katzen zu verhindern.
Es war von Beginn an geplant, dass DsN e. V. solange Mitglied im Zweckbündnis bleibt, bis das zugesagte Budget aufgebraucht ist.
Mittlerweile konnten durch eure Spenden über 50 Tiere (Freigänger und Dünenkatzen) kastriert und gechippt werden!
Wir hatten für das Projekt insgesamt Spenden in Höhe von 3447 € von euch erhalten, dafür nochmal tausend Dank an alle Spender!
Die Ausgaben beliefen sich bis heute auf 4527 €, und somit weit über das von uns zugesicherte Budget.
Aufgrund dieser Tatsache, und dem euch bekannten hohen finanziellen und personellen Bedarf unseres Hauptprojekts in Giurgiu, haben wir uns dazu entschieden aus dem Zweckbündnis auszuscheiden.

Deutschland sagt Nein zum Tiermorden e. V. dankt allen beteiligten Partnern des Zweckbündnisses, den Bürgern von Borkum, welche die von uns bezuschusste Kastrationen in Anspruch genommen haben, allen Spendern und Spenderinnen und ganz besonders unserem Teammitglied Susanne Berghoff, die projektverantwortlich war und den Kontakt zum Zweckbündnis gehalten hat.

Update zum Projekt Dünenkatzen vom 23.01.2015

 

Liebe Tierschützer,
wir suchen nun dringend Plätze mit sicherem Schlafplatz und Futter für verwilderte Katzen, die umgesetzt werden müssen. Hintergrund: Auf der Nordseeinsel Borkum, der größten bewohnten ostfriesischen Insel, haben sich verwilderte Katzen in den Dünen niedergelassen und ausgebreitet.

Katzen waren ursprünglich auf Borkum nicht heimisch, sondern wurden vom Menschen auf die Insel gebracht – einige davon haben sich selbständig gemacht und in den Dünen niedergelassen. Diese Katzen sind nicht handzahm und nicht zur Wohnungshaltung geeignet – wir suchen für sie Plätze wie Reitställe, Bauernhöfe oder einsame Anwesen, bei denen die Katzen weiterhin ihr freies Leben genießen dürfen.

Ziel des Zweckbündnisses ist es, die Anzahl der Streunerkatzen zu minimieren mit u. a. folgenden Maßnahmen:

- Einfangen der Dünenkatzen und Umsetzen aufs Festland
- Durchsetzen der Kastrationspflicht für Hauskatzen
- Übernahme der Kosten der Kastration für freie Dünenkatzen
- Teilweise Übernahme der Kosten der Kastration und Kennzeichnung für Hauskatzen, um die Besitzer zu animieren, ihre Tiere kastrieren/sterilisieren zu lassen.

Das Projekt startete bereits 2013, leider hat es sich anfangs als sehr schwierig erwiesen, freilebende Dünenkatzen einzufangen.
Inzwischen konnten ca. 20 Dünenkatzen eingefangen werden, die sich derzeit im Tierschutzverein Borkum e. V. befinden. Für diese Katzen suchen wir nun dringend gute Plätze, um Ihnen ihre gewohnte Freiheit wiedergeben zu können. Selbstverständlich sind alle Dünenkatzen inzwischen kastriert worden.

Für diese Katzen bitten wir Sie um Hilfe – können Sie eine oder mehrere der Katzen aufnehmen? Oder kennen Sie jemanden, der das könnte?
Bitte teilen Sie unseren Aufruf auch in Ihrem Bekanntenkreis und kontaktieren Sie uns gerne. In Kürze werden wir auch Bilder der Katzen und genaue Informationen zu den jeweiligen Tieren veröffentlichen können, wir möchten jedoch sofort aktiv werden und suchen daher schon jetzt nach Menschen, die ein Herz für unsere Dünenkatzen haben. Bitte helfen Sie uns!

Wir haben die Katzen auf Borkum nicht vergessen und freuen uns mitteilen zu können, dass wir Teil eines Langzeitprojektes für 2 – 3 Jahre sind, die sich der Kastration von Haus- und Dünenkatzen auf Borkum annehmen werden.

Das Zweckverbündnis für Tier und Natur Borkum besteht aus der Stadt Borkum, dem Nationalpark Niedersächsiches Wattenmeer, dem Tierschutzverein Borkum e.V., dem BEF e.V. und dem Deutschland sagt Nein zum Tiermorden e.V.

 

Das Zweckverbündnis übernimmt bis zum 15.12.2014 75% der Tierarztkosten. Interessierte Borkumer Katzenhalter bezahlen für die Kastration und Kennzeichnung ihrer Katzen nur ein Viertel der sonst üblichen Kosten.

 

Nach dem 15.12.2014 übernehmen wir 50% der Kosten, bis unser Budget in Höhe von ca. 3.300 Euro aufgebraucht sein wird.

Ferner übernehmen wir - ebenfalls aus diesem Budget - die Kosten für die Kastrationen verwilderter Dünenkatzen (Streuner!) komplett!

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und hoffen auch auf Ihre Unterstützung

Pressemitteilung von DsN e. V. vom 31.10.2013

Streunerkatzen auf Borkum:

 

Jägerschaft und Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer lassen DsN Streuner-Kastrationsaktion, die vom 1. – 3. November 2013 stattfinden soll, platzen!

 

30. Oktober 2013: Das Deutschland sagt Nein zum Tiermorden e.V. Streunerkatzenkastrationskonzept, welches vom 1. – 3. November 2013 in Borkum stattfinden sollte, lag dem beteiligten Personenkreis vor.

Inhalt des Konzepts war: Einfangen der Streunerkatzen vor Ort durch die Jägerschaft innerhalb des Zeitraums von 5 Wochen und Übergabe zur Betreuung an den TSV Borkum.

Trotz mehrfacher Nachfragen durch unsere ehrenamtliche Koordinatorin, Frau Christine Schramm, wurden die Zusagen seitens der Jägerschaft sowie vom Nationalpark nicht eingehalten.

 

Zur Historie: Die Streunerkatzen auf Borkum, die “wild und ohne Bezug zu Menschen in den Dünen leben”, sind zum Abschuss freigegeben, weil sie die Uferschnepfe, einen vom Aussterben bedrohten Vogel, der auf Borkum brütet, angeblich ausrottet. Dies wurde von Herrn Gundolf Reichert, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, veranlasst. Die Jägerschaft tötete bereits die Streunerkatzen in der Vergangenheit.

Zum Protest hat der Verein DsN e.V. Anfang Oktober 2013 eine Petition an die betreffenden Personen geschickt, welche bereits innerhalb kurzer Zeit über 8.000 Unterschriften aufzeigte und entwickelte zusätzlich ein Kastrationsprojekt, welches Anfang Oktober 2013 an Frau Koenen (TSV Borkum), an Herrn Böhm, (Jägerschaft) und an Herrn Suedbeck (Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer) ging. Alle betreffenden Personen gaben das Konzept frei, waren bereit an einen Strang zu ziehen sich einig darüber, dass das Konzept, wie von DsN e.V. vorgestellt, umgesetzt werden soll.

Wie schon ausgeführt, sollte die Jägerschaft die Streuner beim Nationalpark in Lebendfallen einfangen, da es sich hier auch um Gebiete handelt, die ausschließlich von den Jägern betreten werden dürfen. Die Betreuung der Tiere sollte durch den TSV Borkum, Frau Koenen, erfolgen.

DsN e.V. hat für die Borkum-Aktion 3 Tierärzte mit Helfern für den Zeitraum vom 1. – 3 November 2013 gewinnen können. Die Kosten für die Tierärzte hätte DsN e.V. übernommen.

Die Streunerkatzen sollten durch die Tierärzte direkt beim TSV Borkum kastriert und tätowiert werden, um im Anschluß an bereits vorhandene Adoptanten abgegeben zu werden.

In zeitaufwendiger Akquise konnte DsN e.V. und hier ganz besonders Frau Christine Schramm für mehr als 27 Streunerkatzen Futterstellen, Bauernhöfe sowie Gnadenhöfe finden.

Auch der Transport und die Übergabe an die Adoptanten waren bereits im Vorfeld geregelt. Um dem Programm Nachhaltigkeit zu geben und den TSV Borkum weiterhin zu unterstützen, hat der Verein DsN über 3.000 € Spendengelder für nachfolgende Kastrationsaktionen gesammelt, denn es sollte keine Einmalaktion sein.

DsN e.V. hat sich an alle Abmachungen gehalten!

Alle o. g. Punkte wurden von Seiten DsN e.V. absolut erfüllt!

Leider sieht es von Seiten Herrn Reichart, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und von Seiten Herrn Böhm, Jägerschaft, trotz getroffener Zusage, anders aus.

Christine Schramm, die Organisatorin des Vereins DsN erläutert: „Der einzige Job, der hier von Seiten der Jäger zu machen gewesen wäre, war innerhalb 5 Wochen Streunerkatzen einzufangen und zum TSV Borkum zu bringen. Dies ist leider – bis auf eine Katze – nicht passiert!“

DsN findet die Vorgehensweise sehr bedauerlich, denn die betreffenden Kontaktpersonen haben nicht vernünftig miteinander kommuniziert und haben somit bewusst das DsN-Projekt, die Organisation, die geplante Rettung der Uferschnepfen sowie eine nachhaltige Lösung des Problems der Streunerkatzen boykottiert. „Leider werden wir die geplante Kastrationsaktion, da keine Katzen zur Kastration bereit stehen, auf einen späteren Zeitpunkt verschieben müssen.

Die betreffenden Personen waren innerhalb von 5 Wochen nicht in der Lage Katzen zu fangen.

Wir halten allerdings weiterhin an der Aktion fest und werden noch einmal versuchen mit allen zuständigen Personen einen neuen Kastrationstermin zu finden.

Es geht hier um Leben retten, eine sinnvolle Lösung durchzuführen und nicht um persönliche und zwischenmenschliche Diskrepanzen!“ so Christine Schramm.

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
(c) DsN e. V. - Tierschutz für alle